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Über dieses Eingangsbild können Sie nun die einzelnen MPEG-SVCD-Segmente eines Gesamtfilmes oder mehrere Einzelfilme auf einer SVCD direkt anspringen (hier Segment 1 - 8 durch Druck der Knöpfe 1 - 8 auf der Fernbedienung). Sie können aber auch mit dem Segment 1 oder n starten und dann läuft der Film ohne Pause (sofern dies ihr DVD-Player zulässt) kpl. bis zum Ende ab. Innerhalb des Filmes können Sie problemlos von einem Segment zum nächsten und wieder zurück springen. Innerhalb eines Segmentes kann man in der Regel über den schnellen Vor- oder Rücklauf nach vorne oder hinten spulen. Dabei wird je nach Player die Zeit des einzelnen Segmentes oder die Restzeit angezeigt. Leider sehen Sie Benutzer der YAMAKAWA-DVD-Player nach dem Update auf die Firmware "A2" nur noch dieses wenig informative Eingangsbild, wenn sie eine mit Nero gebrannte SVCD einlegen:
Wenn Sie es dann geschafft haben, das erste SVCD-Segment im Ordner MPEG2 dennoch zu starten, fällt Ihnen auf, dass die Zeit-/Fortschrittsanzeige des Players nicht läuft und Sie im Film selbst auch nicht spulen können. Darüber hinaus entstehen zwischen den einzelnen Segmenten Pausen, in dem der Player immer wieder blitzschnell in dieses Ausgangsmenü zurückspringt.
Das Problem scheint eine Kombination von Problemen zu sein. Einmal ist es sicherlich ein DVD-Firmware-Problem und zum anderen ein NERO-Problem. Bei einem Metz DE71 oder einem Samsung 811 z.B. gibt es nach Information von Usern keine Probleme mit dem Spulen und der Zeitanzeige mit einer von Nero erstellten SVCD. Beim YAMMI oder beim Dynamic 8890 DVDN geht es offensichtlich nur mit WinOnCD, nicht aber mit Nero einwandfrei. Sie können nun der Hotline von Ahead, oder der Hotline des DVD-Player-Hersteller auf den Wecker fallen... Aber ob in China ein Sack Reis umfällt, oder sich ein User beklagt, scheint die meisten Softwareentwickler nicht zu interessieren. Sie, als Benutzer einer halbfertigen Software, müssen sich also selbst um Ihr Problem kümmern. Doch wo ist die Ursache für dieses Problem?
Schauen wir also zum Vergleich auch auf diese Struktur:
Hinter dem File "Item0001.mpg" in der Nero-Struktur verbirgt sich das hübsche Eingangsbild von oben. Also konzentrieren wir uns auf den Ordner "Ext". Von den drei Files -die WinOnCD dort hinterlässt- schauen wir uns das File "Scandata.dat" mal genauer an. Was macht dieses File? Nach meinen Informationen verbirgt sich in diesem File eine Tabelle, die eine Referenz zu bestimmten Sektoren auf der CD bzw. im MPEG-Stream herstellt. Über diese Tabelle soll man bestimmte Spielzeiten direkt anspringen können. Ob das der jeweilige Player unterstützt, lasse ich mal dahingestellt. Wichtig scheint aber diese Datei als solche zu sein! Nur das Brennprogramm kennt die Zusammenhänge zwischen der ablaufenden Zeit im Stream und den Sektoren. Also kann auch nur Nero diese "Access Point sector adresses" in eine Tabelle schreiben. Das scheint ja nicht so geheimnisvoll zu sein, eine solche Tabelle zu erstellen, denn die Entwickler von WinOnCD haben das ja offensichtlich auch hinbekommen. Aber wie dem auch sei, eine SVCD -mit Nero erstellt- kommt ohne SCANDATA.DAT-File und damit ohne Tabelle einher. Nun ist die Länge einer solchen Tabelle nicht definiert und variabel. Am Anfang einer jeden Tabelle steht aber quasi eine Regieanweisung für den DVD-Player in Form der Anweisung "SCAN_VCD". Fragen Sie mich nicht, was diese Anweisung im Player selbst auslöst - ich bin kein Entwickler. Wenn man aber nun mit einem einfachen Texteditor eine solche
Der YAMAKAWA mit Firmware A2 kommt nun nach dem Start direkt auf das Eingangsbild der SVCD und langweilt den User nicht mehr mit dem "Smart Navi-Menü". Und obwohl die Tabelle im übrigen leer ist, also keine "Access Point sector adresses" beinhaltet, zeigen einige Player [wie der Dynamic 8890, der SEG 2000 (Firmware KISS 54) oder der YAMAKAWA 715] wunderschön die Ablaufzeit an. Auch der schnelle Vor- und Rücklauf arbeitet ganz ordnungsgemäß. Das scheint zwar nicht bei allen DVD-Playern zu funktionieren, aber einen Versuch ist es wert. Wie bekommt man denn nun eine solche spezielle
Legen Sie wie gewohnt eine SVCD an. Klicken Sie aber oben links auf den Ordner "EXT", so dass er sich öffnet:
Ziehen Sie dann die selbst erzeugte Datei [oder durch einen rechten Mausklick (Ziel speichern unter..) heruntergeladene Datei]
einfach -wie oben dargestellt- in den Ordner "EXT". Brennen Sie nun wie gewohnt Ihre SVCD. Wenn Sie wollen, können Sie sich auch noch nach dem Brennvorgang mit geeigneter Software die Struktur der fertigen SVCD ansehen:
Neben dem "hübschen" Eingangsbild von ganz oben im Ordner "Segmente" sehen wir in meinem Fall acht MPEG-2-SVCD-Segmente "Avseq0x.mpg" und im Verzeichnis EXT unsere "Scandata.dat". Der Inhalt des Verzeichnisses SVCD ist übrigens unverändert geblieben - ich habe deshalb auf die Darstellung verzichtet. Probieren Sie aus, ob es Ihnen gelingt, Ihren Standalone-DVD-Player zum Spulen einer mit Nero gebrannten SVCD zu bewegen. Denn wenn Sie das schaffen, hat Nero im Gegensatz zu WinOnCD bei den SVCD-Freunden wieder mal die Nase vorn.
PS: Vielen Dank an ein paar eifrige Test-User, die meine Erkenntnisse vorab überprüft haben.
Nachtrag vom 02.04.2001 Roland aus Riedstadt schrieb mir zum Scott DVD-838:
Nachtrag vom 21.04.2001 Wer übrigens WinOnCD und Nero hat, kann sich mit WinOnCD ein Image erstellen und dieses in den CD-ROM-Emulator laden. Dort isolieren Sie die drei o.a. Dateien im Unterverzeichnis EXT und übernehmen Sie diese nach Nero. Damit sollte die "TO GO" - Funktion einwandfrei funktionieren. Bedingung dafür ist allerdings der gleiche funktionelle Aufbau bzw. die Spielabfolge.
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